"Die ersten Kunden sind harte Arbeit."

HALLO ZUM 3. INTERVIEW AUF ALEXANDROS.ONE, HEUTE MIT MATTHIAS A. WILL.

Wir haben als Unternehmen jeden Tag mit rechtlichen Dingen zu tun, sei es Kleinigkeiten wie Infoprodukte und dessen Mwst. auf digitale Produkte innerhalb von Europa, Fragen zum Markenrecht, VAT Inland, Ausland, Abschreibungen und natürlich aktuell ganz heißes Thema: DSGVO. 

Mit Matthias an unserer Seite fühlen wir uns sicher, denn er ist sehr gut darin komplexe Sachverhalte in einfache Sätze zu packen. Das ist für uns wichtig, aber vor allem auch für unsere Kunden die oft kaum Zeit haben. Auch ich erfahre durch das folgende Interview wieder einmal paar neue Seiten und freue mich sehr, dass Matthias für alexandros.one zum Ende ein wirklich tolles und vor allem exklusives Angebot bereit hält - nur für euch Leser. Einfach super. Danke Matthias.

Matthias lebt schon seit sehr vielen Jahren im Ausland. Er ist ein Mensch der früh für sich selbst entschieden hat, dass er Sonne und gutes Essen braucht - darum lebt er in Spanien. Da wir als Unternehmen sehr gerne und regelmäßig mit Matthias arbeiten, habe ich ihn letztes Jahr im Sommer spontan auf Mallorca besucht. 

 

Er hat mir gezeigt wie ich an einen "geheimen Ort" auf der Insel komme, wo ich mich austoben konnte. Ich klettere für mein Leben gerne und habe mir eine Auszeit genommen, war drei Tage beim klettern und einen Tag am Laptop. Dann wieder 3 Tage am klettern und noch einmal Abendessen mit Matthias. Dann ging es nach Paris weiter.

Eine schöne Zeit, Matthias kennt die Insel gut, fragt ruhig in den Kommentaren, Matthias ist auch wie ich Moderator in der DNX Gruppe auf Facebook und gibt immer mehr, als er nimmt.

Seine Karma Punkte sind schon am überlaufen. 

Wer bis zum Ende liest, wird nicht nur viel über Matthias und seine Beweggründe, sein Leben und seine Visionen erfahren, sondern auch von seinem sehr professionellen Wissen profitieren können. 

Lieber Matthias, vielen Dank für deine Zeit und schön deine Gedanken mit anderen teilen zu dürfen. Fangen wir mal an.

WERDEGANG

Wie intensiv nutzt du das Internet und für wie wichtig hältst du das Internet heute?

Inzwischen nutze ich das Internet nicht mehr so intensiv wie früher, oder besser gesagt, hat sich meine Nutzungsverhalten stark geändert. Während es früher hauptsächlich um das Konsumieren von Inhalten ging, ist das Internet für mich nun primär eine Plattform, über die ich mit Kunden, Freunden und anderen Menschen die mir wichtig sind effizient kommunizieren kann. Aus der modernen Welt, ist das Internet denke ich nicht mehr wegzudenken, allerdings gilt es, bei all dem digitalen Rauschen, das echte Leben nicht aus den Augen zu verlieren.

Wie hast du als Jugendlicher gelebt?

Die Schule habe ich früher schon immer als lästiges Übel empfunden, da mir das Verständnis fehlte, warum ich Dinge, die ich einfach jederzeit nachschlagen konnte (damals im großen Brockhaus, heute in Wikipedia) auswendig lernen sollte. Mit Mathematik und Naturwissenschaften konnte ich nie etwas anfangen, eher Sprachen, Sozialwissenschaften und der Computerunterricht waren das, was mich wirklich interessierte. Letzterer war der Grund, warum ich noch während des letzten Schuljahres mit einem Klassenkameraden mein erstes kleines Unternehmen im Internet gründete (wir vermarkteten damals Webspace für die eigene Homepage) und gleich merkte wie es nicht geht, denn nach weniger als einem Jahr waren wir out of Business.

Nach der Schule dachte ich, ich versuche mich einmal an einem Informatikstudium, da das ja so ähnlich sein müsste, wie der Computerunterricht an der Schule. Doch weit gefehlt. Man versuchte mich mit trockenen mathematischen Grundlagen zu langweilen, so dass ich immer weniger Zeit ins Studium und nach kurzer Zeit die kompletten 40 Stunden der Arbeitswoche meinem "Nebenjob" in einem Call Center widmete, bei dem ich die IT betreute.

Das ganze geschah nicht unbedingt mit großer Begeisterung meiner Familie, denn diese hielten an dem Mantra "lerne was ordentliches, suche dir einen sicheren Job, der bis zur Rente reicht, und dann erkläre deinen Kindern das gleiche" fest. Irgendwann als dann einmal Studiengebühren eingeführt wurden, trat ich offiziell aus dem Studium aus. 

Wann hast du das erste Mal gemerkt, dass du mehr vom Leben willst, als 9-5?

Dass 9-5 nicht mein Ding ist habe ich schon vom Anfang meiner beruflichen Laufbahn gemerkt. Als gebranntes Kind nach dem Fehlschlag meines kleinen Internet Startup, versuchte ich mir aber das beste aus beiden Welten zu bauen, und gestaltete alle meine Angestelltenjobs in der Art, dass ich zumindest freie Zeiteinteilung hatte.

Im Hintergrund blieb der Gedanke, irgendwann das "nächste große Ding" zu machen, und einige Projekte liefen so nebenher, doch die Bequemlichkeit des guten fixen Einkommens für wenig Aufwand verhinderte erstmal das Durchstarten.

Warum hast du schlussendlich den Schritt in die Selbständigkeit gemacht?


Irgendwann habe ich festgestellt, dass mir die Zeit weg läuft, und dass ich vielleicht nicht mehr genug Lebensjahre vor mir habe, um auf den perfekten Moment zu warten.
 
Was hat sich in deinem Leben geändert, als du entschlossen hattest dein Leben selbst zu gestalten?
 
Es fühlte sich sehr spannend an, insbesondere die Unsicherheit, wie die nächste Miete bezahlt werden soll, gepaart mit dem Wissen, dass ich jetzt alles selbst in der Hand habe und keinem anderen mehr die Schuld geben kann, wenn etwas nicht funktioniert.
 
Wie hat dein engstes Umfeld (Familie, Freunde) reagiert? Wer hat an dich geglaubt?
 
Im Umfeld gab es - wie ich erwartet habe - hauptsächlich Kritiker, die entweder mein Geschäftsmodell nicht verstanden ("wie kann man damit denn Geld verdienen"), glaubten dass ich nicht mit dem Markt mithalten kann ("überlasse das lieber den Experten) oder glaubten ich mache eine große Dummheit, mein sicheres Leben im Angestelltenverhältnis zu riskieren.
 
Dein Business: Was waren am Anfang die größten Hürden?
 
Am Anfang war es schwer, sich auf eine einzige Idee zu fokussieren und diese richtig auszubauen, statt alle möglichen Varianten anzufangen aber nirgends zu Ende zu kommen.
 
Hat sich deine Geschäftsidee im Laufe der Zeit verändert?
 
Ja, ich habe von einem breiten Bauchladen an Dienstleistungen stark auf das reduziert, was mir wirklich Spaß macht und mehr eine Nische auszufüllen, als jeden Kunden unbedingt mitzunehmen.
 
Was würdest du heute ganz sicher anders machen, wenn du nochmals starten würdest?
 
Mehr Startkapital einplanen, sowie eine längere Zeit, bis das Business profitabel ist. Es sieht am Anfang vieles so einfach aus, doch gerade die ersten Kunden sind harte Arbeit.
 
Was denkst du über Social Media und welche Plattform ist dein Favorit?
 
Soziale Medien sind sowohl einer der größten Märkte als auch eine der besten Wege, seine Lebenszeit zu verschwenden. Mein Favorit ist immer noch Facebook, da ich dort die besten Wege finde, mich mit Kunden und Freunden zu vernetzen.
Medien wie Snapchat oder Instagram habe ich nie richtig verstanden, weder zu Geschäfts- noch zu privaten Zwecken, and Youtube und Linked in arbeite ich noch und mein Engagement auf Twitter ist eher halbherzig, da die Plattform zu schnelllebig ist.
 
Wo findet man dich im Internet?

 

Deine 3 besten Tipps an andere angehende Unternehmer?
 
1) Mache nur das was dir Spaß macht
2) Finde deine Nische
3) Mache es nicht nur wegen des Geldes
 

PERSÖNLICHKEIT & LIFESTYLE 

Was ist dir im Leben wichtig?

Lebensqualität ist mir mit der wichtigste Punkt. Dabei geht es weniger um den materiellen Lebensstil (große Villa, dickes Auto, teure Uhr, etc.) sondern um das richtige Umfeld an Menschen, die richtige Work-Life Balance und die Grundidee, bei allem was ich tue, nicht nur meinen eigenen Vorteil zu sehen, sondern regelmäßig auch etwas zurück zu geben.

Wie wichtig ist dir deine Ernährung und Sport?

Ernährung ist mir wichtig, seit meinem 18. Lebensjahr lebe ich mit vegetarischer Ernährung. Sport sollte ich eigentlich wichtiger nehmen als ich es im Moment tue, aber der Kampf gegen den inneren Schweinehund ist schwierig.
 
Was bedeuten dir fremde Länder und das Reisen?
 
Teil meiner Bucket List ist es, alle Länder der Welt einmal zu bereisen. Reisen heißt für mich, den Horizont zu erweitern, sich auf andere Länder, andere Menschen und andere Denkweisen einzulassen.
 
Welche Veränderungen bemerkst du in der heutigen Welt? (Globalisierung, Bewusstsein etc.)
 
Die Globalisierung der heutigen Welt hat viele Potenziale, aber auch viele Schattenseiten. Dank des Internets kann man heute viele Jobs unabhängig vom Aufenthaltsort ausüben, dass schafft zum einen Freiheit für einige, zum anderen Risiken für andere, nicht so flexible, Menschen, deren Job spontan in ein anderes Land verlagert werden kann, wo die gleiche Tätigkeit zu viel niedrigeren finanziellen Konditionen umgesetzt werden kann.
Ebenfalls ist ein - allerdings viel zu langsamer - Wandel der Mentalität der Menschen zu bemerken, in Richtung globaler Verantwortung für unseren Planeten, für andere Orte auf der Welt auf denen es den Menschen nicht so gut geht, für Nachhaltigkeit, etc. Allerdings braucht es Konzepte, die alle Menschen mitnehmen, damit dieser Wandel schneller vorangehen kann.
 
Wo siehst du dich selbst in 2027?
 
2027 habe ich hoffentlich einen Gang zurück geschaltet, und kann den Fokus noch mehr auf Privatleben und weniger auf Business legen. Das bedeutet nicht, aufzuhören zu arbeiten, doch die Dinge an den Lauf des Alterns anzupassen.
 
Was wünscht du dir von Menschen die dein Interview lesen?
 
Dass sie sich mehr auf das besinnen, was sie können und weniger Angst vor dem haben, was sie nicht können. Auch dass sie sich trauen mehr zu Reisen und über den Tellerrand hinauszuschauen, denn die Welt ist ein viel positiverer, freundlicher und friedlicherer Ort, als uns die Medien zeigen.
 
Denkst du heute ist eine gute Zeit, um sein Leben selbst in die Hand zu nehmen?
 
Es gibt ein altes Zitat, dass der beste Zeitpunkt das zu tun, gestern war. Der nächstbeste ist heute. Warte nicht auf den perfekten Moment, der kommt nicht.

VIELEN DANK LIEBER MATTHIAS

Da ich Matthias persönlich kenne, habe ich ihn natürlich gefragt, ob er für die Plattform den Lesern helfen kann. Denn einige von euch werden sicherlich überfragt sein, wenn es um Datenschutz, Firmengründung und Rechte zum Namen und Urheberrecht etc. geht. Ich kenne das selbst, also diese Angst. Es ist ein schreckliches Gefühl nicht zu wissen, ob man etwas darf oder ob man evtl. eine Straftat begeht - ohne es zu wissen und vor allem ohne böse Absichten.

Wir arbeiten als Unternehmen sehr gerne mit Matthias zusammen, denn er ist sehr taktvoll und versteht komplexe Situationen. Er hat uns auch hier auf der Seite für die ganze DSGVO unterstützt und den Shop mit uns eingerichtet.

Für alexandros.one bietet Matthias folgende Leistungen zu vergünstigten Konditionen an: 

Wenn du Fragen hast, kommentiere gerne und hinterlasse doch auch deine ehrliche Meinung zum Interview. Was hat dir gefallen? Erkennst du dich vielleicht in einer Situation wieder? Geht es dir ähnlich und du möchtest deine Gedanken mit anderen Lesern teilen?

Nur zu, die Plattform ist für alle da, die sich austauschen wollen.
In diesem Sinne, viel Spaß weiterhin und alles Gute zu dir.

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