"Ich habe mich geändert!"

Hallo zum 2. Interview auf alexandros.one, heute mit Nima Ashoff. 

Nima verfolge ich online seit längere Zeit, vor allem weil man in ihren Beiträgen so viel Herz und Leidenschaft spürt. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie sich ein Mensch ständig verbessert, offen und ehrlich reflektiert und das auch mit seiner Leserschaft teilt.
 
Ich erkenne mich darin natürlich immer ein Stück wieder, denn ich habe viele Jahre sehr intensive und private Blogs mit meiner Leserschaft geteilt, als ich noch mit Bike4Peace.eu unterwegs war. Ich wünsche dir viel Spaß mit dem Interview und wer bis zum Ende liest, findet eine Überraschung.

Liebe Nima, vielen Dank für deine Zeit und schön deine Gedanken mit anderen teilen zu dürfen. Fangen wir mal an. 

WERDEGANG

Wie intensiv nutzt du das Internet und für wie wichtig hältst du das Internet heute?
 
Ich nutze es sehr intensiv und halte es heutzutage für eine wichtige Informations- und Kontaktquelle. Ich lerne zum Beispiel viele Menschen erst online und später persönlich kennen. Ich halte es aber auch für wichtig, einen bewussten Umgang mit dem Internet zu pflegen und nicht in eine Abhängigkeit zu geraten.
 
Wie hast du als Jugendlicher gelebt?

 

Ich bin eher ländlich in der Nähe von Köln aufgewachsen, dort, wo Michael Schumacher herkommt. Vielleicht habe ich deshalb heute einen roten Bus? ;-)

Dass ich das Abitur mit einem recht guten Schnitt geschafft habe, ist im Nachhinein erstaunlich.

Meine Freizeit habe ich nämlich lieber auf Konzerten verbracht, als mit Lernen. Und so kam es, dass ich die eine oder andere Stunde in der Schule verpasst habe, weil ich die Nacht zum Tag gemacht und dann geschwänzt habe.

Als ich das Abi dann in der Tasche hatte, bin ich zum Studieren ins Ruhrgebiet gezogen. Sozialpädagogik sollte es sein, aber nach ein paar Semestern habe ich gemerkt, dass ich mehr Struktur von außen brauche. Also habe ich das Studium abgebrochen und eine Ausbildung zur Jugend- und Heimerzieherin gemacht. Die habe ich dann erfolgreich abgeschlossen, um danach was ganz anderes zu machen.
 

Wann hast du das erste Mal gemerkt, dass du mehr vom Leben willst, als 9-5?
 
Das ist mir zum ersten Mal aufgefallen, als ich sechs Jahre für einen großen Mobilfunkkonzern gearbeitet und komplett in dem täglich Trott festgesteckt habe. Mein Leben hat sich irgendwie sinnentleert angefühlt und ich mich fremdbestimmt. Damals habe ich zuerst die Stunden auf 25 pro Woche reduziert und nebenbei begonnen, mich weiterzubilden und meine eigenen Interessen zu verfolgen.
 
Warum hast du schlussendlich den Schritt in die Selbständigkeit gemacht?

Weil ich keine Lust mehr auf halbe Sachen hatte und die Spielchen im Konzern leid war. Dauernd wurde umstrukturiert, fusioniert und für Unruhe gesorgt. Das hat mir nicht gut getan. Ich hatte zwar die Hosen gestrichen voll, den Schritt in die Selbstständigkeit zu gehen, aber das andere wollte ich auch nicht mehr - also musste ich was unternehmen.
 
Was hat sich in deinem Leben geändert, als du entschlossen hattest dein Leben selbst zu gestalten?
 
Ich habe mich geändert! Ich bin an all den Herausforderungen, aber auch den Erfolgen gewachsen. Ich habe mich vor allem am Anfang einerseits freier gefühlt, andererseits musste ich lernen, mit dieser Freiheit umzugehen und mir Strukturen zu schaffen.
 
Das Stichwort ist für mich Selbstverantwortung. Im Gegensatz zu früher habe ich jetzt wirklich das Gefühl, etwas gestalten zu können und nicht, gestaltet zu werden.
 
Wie hat dein engstes Umfeld (Familie, Freunde) reagiert? Wer hat an dich geglaubt?
 
Meine erste Selbstständigkeit liegt ja nun schon viele Jahre zurück (als ich aus dem Konzern ausgestiegen bin). Zwischendurch bin ich nochmal zurück in Teilzeitjobs, da mein Leben eine ziemliche Achterbahnfahrt war. Später habe ich mich dann mit etwas anderem selbstständig gemacht, somit ist mein Umfeld das inzwischen gewohnt ;-)
 
Beim ersten Mal hatte ich es mit vielen Zweiflern zu tun. "Was, du willst diesen gut bezahlten Job aufgeben? Das kannst du doch nicht machen!" Viele Bekannte und Verwandte haben noch das Denken, dass man einfach die Zähne zusammenbeißen sollte und dass das Leben halt kein Wunschkonzert ist. An mich geglaubt haben mein damaliger Mann und eine Freundin, that's ist.
 
Dein Business: Was waren am Anfang die größten Hürden?
 
Die liebe Positionierung war eine Herausforderung, aber auch, meinen eigenen Weg zu finden (welche Kanäle will ich nutzen, wie will ich mich präsentieren, etc.)
 
Hat sich deine Geschäftsidee im Laufe der Zeit verändert?
 
Ja, das tut sie immer wieder und das ist in Ordnung. Das ganze Leben ist Veränderung. Ich habe ständig neue Ideen und Spaß daran, sie zu verfolgen.
 
Was würdest du heute ganz sicher anders machen, wenn du nochmals starten würdest?
 
Ich würde mir jemand an meine Seite holen, der mich bei den ersten Schritten begleitet und unterstützt. Es kommen oft so viele Zweifel, aber auch Ängste auf. 1000 Dinge wollen entschieden werden, das kann manchmal echt erschlagen.
 
Deshalb finde ich es hilfreich, einen konstruktiven Ansprechpartner zu haben, der den Überblick behält und hilft, Schritt für Schritt voranzukommen. Dazu gehört für mich auch, an der eigenen Denkweise zu arbeiten.
 
Was denkst du über Social Media und welche Plattform ist dein Favorit?
 
Mit Facebook verbindet mich eine Art Hassliebe. An manchen Tagen könnte ich schreiend weglaufen, da zum Teil so viel Bullshit geteilt und gepostet wird. Dazwischen verbergen sich aber auch ganz viele Perlen und tolle Menschen. Deshalb finde ich es extrem wichtig, eine Medienkompetenz zu entwickeln und sehr bewusst mit diesen Plattformen umzugehen.
 
Ich reagiere zum Beispiel sehr empfindlich auf schlechte Nachrichten oder Fotos von misshandelten/leidenden Lebewesen. Dass es das gibt, weiß ich, aber ich will es nicht sehen müssen. Deshalb sortiere ich meine Timeline immer rigoros aus und achte gleichzeitig natürlich selber darauf, was ich poste. Gleichzeitig bin ich begeistert davon, wie viel sich über solche Plattformen bewegen und erreichen lässt, wenn sie richtig genutzt werden.
 
Wo findet man dich im Internet?
Coaching
 
Deine 3 besten Tipps an andere angehende Unternehmer?
 
1. Nimm dir mehrmals in der Woche bewusst Zeit, um an deiner Denkweise zu arbeiten bzw. sie überhaupt bewusst wahrzunehmen. Die Macht der Gedanken ist nicht zu unterschätzen!
2. Hol dir Unterstützung in Form von einer gut organisierten Mastermind-Gruppe, einem Mentor oder was auch immer.
3. Ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, braucht Zeit. Lass dich nicht von denen verrückt machen, die dir das Blaue vom Himmel versprechen. Bleib kritisch!
 

PERSÖNLICHKEIT & LIFESTYLE 

Wie wichtig ist dir deine Ernährung und Sport?

Dass ich mich mit mir im Reinen fühle, meine Stärken ausleben und mich ausprobieren kann. Außerdem ist es mir wichtig dazu beizutragen, dass die Welt ein schöner Ort ist - denn das ist sie!
 
Das heißt für mich, respektvoll mit anderen Lebewesen umzugehen, bewusst zu konsumieren und tatkräftig Hilfe zu leisten, wenn es erforderlich ist.
 
Was bedeuten dir fremde Länder und das Reisen?
 
Da ich seit über drei Jahren in einem Oldtimerbus lebe, hat das Reisen zwangsläufig einen großen Platz in meinem Leben. Im Grunde ist es mir aber nicht wichtig, ständig in Bewegung zu sein, sondern andere Länder intensiv zu erleben. Dabei geht es mir nicht darum, möglichst exotische Orte zu besuchen oder Sehenswürdigkeiten abzuklappern.
 
Ich will auch nicht in 12 Monaten einmal um die Welt fahren oder alle europäischen Länder besucht haben. Ich sehen mich vielmehr nach Tiefe und die bekomme ich, indem wir längere Zeit an einem Ort stehen und/oder langsam reisen. Dadurch kommen wir viel enger mit den Menschen in Kontakt und können somit auch mehr über ihren Alltag, ihr Denken, ihre Kultur erfahren.
 
Gerade die griechische Mentalität hat mich sehr beeindruckt und nachhaltig geprägt. Deshalb sind wir jetzt zum zweiten Mal für mindestens 6- 8 Monate hier.
 
Welche Veränderungen bemerkst du in der heutigen Welt? (Globalisierung, Bewusstsein etc.)
 
Ich erlebe es so, dass viele Menschen umdenken und zum Beispiel ihr Konsumverhalten oder ihre Ernährung hinterfragen. Sie wollen was verändern und suchen nach Möglichkeiten sowie Lösungen.
 
Ich merke aber auch, dass es bei manchen ins Extreme und Missionarische abdriftet. Das halte ich in keinem Lebensbereich für einen guten Weg.
 
Wo siehst du dich selbst in 2027?
 
Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung! Vielleicht lebe ich noch immer in einem Wohnmobil, vielleicht in einem Häuschen in Spanien oder Griechenland. Nur in Deutschland sehe ich mich auch in 2017 nicht, denn dort fühle ich mich einfach nicht wohl. Ich brauche definitiv Sonne, damit es mir gutgeht!
 
Was wünscht du dir von Menschen die dein Interview lesen?
 
Offenheit, um sich auf andere Sichtweisen einzulassen. Und die nötige Gelassenheit, um sich dem Leben anzuvertrauen - mit all seinen Höhen und Tiefen.
 
Denkst du heute ist eine gute Zeit, um sein Leben selbst in die Hand zu nehmen?
 
Wenn nicht heute, wann dann?
 
Nima_Ashoff_alexandros_one

 

Danke liebe Nima - super schön, dass du dir die Zeit genommen hast.

Wer sich von Nima angesprochen fühlt und denkt, dass es an der Zeit ist ein wenig tiefer in sich zu gehen, der hat heute Glück. Nima bietet für alexandros.one ihr wundervolles 1:1 Coaching an und wer Interesse hat, darf sich jetzt hier das Angebot direkt anschauen. 

Was denkst du über Nima und ihren Werdegang? Wo hast du dich angesprochen gefühlt und erkennst du dich evtl. sogar selbst in dem Interview und der Geschichte?

Teile deine Gedanken gerne mit uns und hinterlasse einen Kommentar. Wir freuen uns immer über einen schönen Austausch.

Weiterhin viel Spaß und alle Gute dir.

Sei mutig und schreib dir deine Gedanken von der Seele.

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